Ein Regenschauer sollte niemals ein Grund sein, auf eine Wanderung, eine Radtour oder eine Trekkingtour zu verzichten. Allerdings muss man dafür richtig ausgerüstet sein. Eine Regenhose schützt Sie nicht nur vor Wasser: Sie muss auch Ihre Bewegungsfreiheit gewährleisten, das Schwitzen begrenzen und sich bei schlechtem Wetter leicht anziehen lassen.

Sie fragen sich, welche Regenhose Sie wählen sollen? Sollten Sie sich für ein atmungsaktives Modell, eine Hose mit durchgehendem Reißverschluss oder eine leichte Überhose entscheiden? In diesem Ratgeber stellt Ihnen RayonRando die wichtigsten Kriterien vor, um eine Regenhose zu finden, die zu Ihren Aktivitäten passt.

Was ist eine Regenhose?

Der Begriff „Regenüberhose“ ist oft treffender als der Begriff „wasserdichte Hose“. Denn dieses Kleidungsstück ist dafür gedacht, im Sommer über Ihrer Wanderhose oder Ihren Shorts getragen zu werden.

Der Schnitt ist daher weit genug, um diese Überlagerung zu ermöglichen, und gleichzeitig flexibel genug, um Ihre Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken. Das Ziel ist einfach: Sie sollen schnell vor Regen geschützt sein, ohne sich komplett umziehen zu müssen.

Sie ist besonders beliebt beim Wandern, Trekking oder Radfahren, da sie sich leicht im Rucksack verstauen lässt und nur bei Bedarf angezogen wird.

Wasser perlt am Hosenbein einer blauen Regenhose ab

Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer Regenhose

Wasserdicht oder wasserdicht und atmungsaktiv?

Alle Regenhosen sind wasserdicht, aber nicht alle sind atmungsaktiv.

Eine vollständig wasserdichte Hose würde auch den Abtransport von Schweiß verhindern.

-> Das Ergebnis: Sie wären schnell innen nass, auch wenn kein Wasser eindringt.

Die technisch ausgereiftesten Modelle verfügen über eine wasserdichte und atmungsaktive Membran. Diese hält den Regen ab und lässt gleichzeitig einen Teil des durch die körperliche Anstrengung entstehenden Wasserdampfs entweichen.

Für einen gelegentlichen Spaziergang oder den punktuellen Einsatz kann eine einfach wasserdichte Hose ausreichen.

Für eine Tageswanderung, eine Trekkingtour, eine zügige Wanderung oder eine Radtour bietet eine wasserdichte und atmungsaktive Hose hingegen deutlich mehr Komfort.

Wassertropfen perlen auf rotem wasserdichtem Gewebe ab

Welche Wasserdichtigkeit sollte man wählen?

Die Wasserdichtigkeit eines Kleidungsstücks wird in der Regel in Schmerber angegeben, auch als Wassersäule bezeichnet.

Als Anhaltspunkt:

  • 5.000 mm: geeignet für mäßigen Regen.
  • 10.000 mm: geeignet für eine Wanderung bei anhaltendem Regen.
  • 15.000 bis 20.000 mm und mehr: empfohlen für intensiven Gebrauch oder schwierige Wetterbedingungen.

Über den angegebenen Wert hinaus sollten Sie auch überprüfen, ob die Nähte versiegelt sind. Dies ist unerlässlich, um das Eindringen von Wasser an den Nahtstellen zu verhindern.

Radfahrer zieht neben seinem Fahrrad eine Vaude-Regenüberhose an

Welchen Stoff soll man wählen?

Suchen Sie nicht nach einem vollständig wasserdichten Wachstuch. Um einen guten Kompromiss zwischen Wasserdichtigkeit, Flexibilität und Komfort zu erzielen, werden Regenhosen für Wanderungen oder Radtouren in der Regel aus Polyester oder Polyamid hergestellt.

Anschließend werden sie mit einer Beschichtung oder einer Membran versehen, die für Wasserdichtigkeit sorgt, während eine wasserabweisende Imprägnierung dafür sorgt, dass Wassertropfen vom Stoff abperlen, anstatt ihn zu durchfeuchten.

Sollte man sich für eine Hose mit durchgehendem Reißverschluss entscheiden?

Eine Hose mit durchgehendem Reißverschluss verfügt über einen Reißverschluss, der sich über die gesamte Länge jedes Hosenbeins erstreckt. So lässt sie sich vollständig öffnen, was das Anziehen ermöglicht, ohne die Schuhe ausziehen zu müssen.

Wenn man direkt bei Regen losläuft oder der Boden durchnässt ist, ist das ein echter Komfort. Man spart Zeit und vermeidet es, noch nasser zu werden.

Dafür sind diese Modelle in der Regel etwas schwerer als Hosen mit Viertelreißverschluss oder ohne Reißverschluss.

Beim Trekking, wo jedes Gramm zählt, kann dieses Kriterium eine Rolle spielen.

Hosenbein einer Regenhose mit geöffnetem seitlichem Reißverschluss

Eng anliegender oder weiter Schnitt am Beinende?

Regenhosen haben in der Regel einen geraden, recht weiten Schnitt, damit sie über einer anderen Hose getragen werden können.

Beim Wandern bietet dieser Schnitt hervorragende Bewegungsfreiheit.

Beim Radfahren hingegen kann ein zu weiter Hosenbund an der Kette oder am Schutzblech reiben. Einige Modelle verfügen über Klettverschlüsse, mit denen sich der Hosenbund enger stellen lässt. Das ist eine einfache und effektive Lösung, um bequem in die Pedale zu treten.

Alternativ kann auch eine Hosenklammer Abhilfe schaffen.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Modellen für Männer und Frauen?

Das Prinzip bleibt dasselbe: Regenhosen sind dafür gedacht, über einem anderen Kleidungsstück getragen zu werden.

Die Unterschiede betreffen hauptsächlich die Beinlänge, den Taillenumfang und die allgemeinen Maße. In den meisten Fällen reicht es daher aus, ein Modell zu wählen, das zu Ihrer Körperform passt.

Sind Verstärkungen sinnvoll?

Manche Hosen verfügen über Verstärkungen im Gesäßbereich, die besonders beim Radfahren sehr nützlich sind.

Andere sind an der Innenseite der Unterschenkel verstärkt, um den durch Reibung verursachten Verschleiß zu verringern.

Diese Verstärkungen sind jedoch eher selten anzutreffen. Wenn Sie regelmäßig auf Geröllfeldern unterwegs sind oder Steigeisen tragen, sollten Sie Ihre Ausrüstung besser durch ein Paar Gamaschen ergänzen, die gegenüber dieser Art von Abrieb oft widerstandsfähiger sind.

Welche Größe soll ich wählen?

Wählen Sie einfach Ihre übliche Größe.

Die Hersteller entwerfen ihre Regenhosen so, dass sie über einer Wanderhose derselben Größe getragen werden können. Es ist daher nicht notwendig, eine größere Größe zu wählen, da das Kleidungsstück sonst möglicherweise zu weit oder zu lang ausfällt.

Bei einigen Modellen lässt sich die Beinlänge sogar leicht anpassen, was den Tragekomfort noch weiter verbessert.

Welche Regenhose sollten Sie je nach Ihrer Aktivität wählen?

Für Wanderungen

Für eine mehrstündige oder mehrtägige Wanderung ist eine wasserdichte und atmungsaktive Hose die bequemste Wahl.

Eine Hose mit durchgehendem Reißverschluss ist ebenfalls ein echtes Plus. So lässt sie sich schnell anziehen, ohne die Schuhe ausziehen zu müssen, was besonders dann von Vorteil ist, wenn der Regen plötzlich einsetzt.

Bei hohen Schuhen ist dieses System fast unverzichtbar.

Bei niedrigen Schuhen bevorzugen manche Wanderer eine Hose mit Viertelreißverschluss. Das ist eine mögliche Lösung, aber bedenken Sie: Wenn Sie Ihre schlammigen Schuhe in die Hose stecken, riskieren Sie, das Futter zu verschmutzen … was wiederum Ihre Wanderhose verschmutzt.

Vaude-Regenhose mit Reflexstreifen neben einem Fahrrad

Für das Trekking

Beim Trekking gilt es, das richtige Gleichgewicht zwischen Schutz, Atmungsaktivität und Gewicht zu finden.

Wenn Sie Ihre Ausrüstung mehrere Tage lang tragen, können schon ein paar hundert Gramm den Unterschied ausmachen. Umgekehrt ist eine zu leichte Hose an einem langen Tag im Regen manchmal weniger bequem.

Wählen Sie daher ein Modell, das zur Dauer Ihrer Tour und zu den erwarteten Bedingungen passt.

Für das Radfahren

Beim Radfahren trifft der Regen mit größerer Wucht auf den Stoff als beim Wandern. Daher ist es ratsam, eine Hose zu wählen, die eine gute Wasserdichtigkeit bietet.

Ein atmungsaktives Modell ist ebenfalls von Vorteil, insbesondere für den täglichen Weg zur Arbeit oder sportliche Ausflüge.

Entscheiden Sie sich schließlich für eine Hose, deren Beinenden enger gezogen werden können, um jeglichen Kontakt mit dem Antrieb zu vermeiden.

Radreisender in Regenkleidung auf einer Brücke vor verschneiten Bergen

Für das Motorrad

Beim Motorradfahren erhöht die Geschwindigkeit den Druck, den der Regen auf den Stoff ausübt, erheblich. Die Sitzposition begünstigt zudem Wasseransammlungen in den Falten.

Leichte Regenhosen für Wanderungen sind aufgrund ihres geringen Platzbedarfs interessant, ersetzen jedoch keine echte, für den Motorradsport entwickelte Ausrüstung.

Fehler, die man vermeiden sollte

Bei der Auswahl einer Regenhose treten regelmäßig einige Fehler auf:

  • sich ausschließlich für das günstigste Modell zu entscheiden;
  • eine Nummer größer als die übliche Größe wählen;
  • die Atmungsaktivität für sportliche Aktivitäten zu vernachlässigen;
  • das Gewicht zu vernachlässigen, wenn Sie eine Trekkingtour unternehmen;
  • eine Hose ohne Verstellsystem an den Beinenden für den Einsatz beim Radfahren zu wählen.

Fazit

Eine gute Regenhose zeichnet sich nicht nur durch ihre Wasserdichtigkeit aus. Sie muss auch bequem und atmungsaktiv sein und zu Ihrer Aktivität passen.

Für Wanderungen sollten Sie ein wasserdichtes und atmungsaktives Modell mit bequemer Passform und, wenn möglich, einem durchgehenden Reißverschluss wählen, damit Sie die Hose leicht anziehen können.

Beim Trekking spielt das Gewicht eine wichtige Rolle. Beim Radfahren sollten Sie außerdem auf einen engen Sitz an den Beinenden achten, um Reibung zu vermeiden.

Auf RayonRando finden Sie eine Auswahl an technischen Regenhosen, die getestet und für verschiedene Einsatzzwecke geeignet sind – vom Wandern bis zum Fahrradpendeln.

Drei Wanderer in Regenjacken und Regenhosen auf einem felsigen Pfad

FAQ

Schwitzt man in einer Regenhose?

Jede Hose schränkt die Luftzirkulation ein wenig ein. Atmungsaktive Modelle leiten jedoch einen Teil des bei körperlicher Anstrengung entstehenden Wasserdampfs ab und sind bei einer Wanderung oder einer Radtour deutlich bequemer.

Was ist der Unterschied zwischen einer Regenhose und einer Überhose?

Es handelt sich in der Regel um dasselbe Produkt. Der Begriff „Überhose“ weist lediglich darauf hin, dass sie dazu gedacht ist, über Ihrer Hose oder Shorts getragen zu werden.

Sollte man sich für eine Hose mit durchgehendem Reißverschluss entscheiden?

Wenn Sie regelmäßig wandern oder Trekking betreiben, bietet die Hose mit durchgehendem Reißverschluss einen echten Komfortvorteil. So können Sie die Hose anziehen, ohne Ihre Schuhe auszuziehen – selbst bei strömendem Regen.

Kann man eine Regenhose direkt auf der Haut tragen?

Das ist möglich, insbesondere im Sommer über einer Shorts. Bei längerem Tragen ist eine leichte Hose als erste Schicht jedoch bequemer und verringert das Feuchtigkeitsgefühl.

Welche Größe sollte man bei einer Regenhose wählen?

In den allermeisten Fällen sollten Sie Ihre übliche Größe wählen. Die Hersteller sehen bereits den nötigen Platz vor, um die Hose über Ihrer Wanderhose zu tragen.

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