FAQ
Kann ich überall unter freiem Himmel schlafen?
Nein, unter freiem Himmel zu schlafen ist an vielen Orten möglich, aber nicht überall, da die Vorschriften dieselben sind wie für ein Zeltlager.
Im Allgemeinen wird in Frankreich das Biwakieren zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang toleriert, vorausgesetzt, man verhält sich unauffällig und hinterlässt keine Spuren.
In bestimmten Naturparks, Naturschutzgebieten oder geschützten Gebieten kann das Biwakieren geregelt oder verboten sein. Im Nationalpark der Pyrenäen ist das Biwakieren beispielsweise erlaubt, sofern man sein Zelt nach 19 Uhr aufschlägt und vor 9 Uhr wieder aufbricht und sich mehr als eine Stunde Fußmarsch von einer Zufahrtsstraße oder den Grenzen des Parks entfernt befindet. Auf dem GR 20 auf Korsika sind die Auflagen strenger, da das Biwakieren nur in den ausgewiesenen Bereichen rund um die Berghütten und nach vorheriger Reservierung erlaubt ist.
In anderen Ländern ist das anders. Es ist wichtig, die örtlichen Vorschriften zu prüfen, bevor man sich niederlässt.
Allerdings ist eine größere Toleranz gegenüber dem Biwakieren unter freiem Himmel zu beobachten, da die Auswirkungen auf das Landschaftsbild und den Boden sehr gering sind.
Wie schläft man unter freiem Himmel?
Um unter freiem Himmel unter guten Bedingungen zu schlafen, reicht eine minimale Ausrüstung aus:
- einen für die Temperatur geeigneten Schlafsack
- eine Wander-Isomatte zur Isolierung vom Boden
- eventuell einen Schlafsacküberzug zum Schutz vor Feuchtigkeit
- ein leichtes Tarp, falls das Wetter unbeständig ist.
- Eine Rettungsdecke.
- Kleidung zum Schutz vor Regen und Kälte.
Es ist unerlässlich, die Wettervorhersagen und deren Zuverlässigkeit zu überprüfen. Schließlich ist es wichtig, einen guten Standort zu wählen, der windgeschützt und fern von Feuchtgebieten liegt.
Wann sollte man unter freiem Himmel schlafen?
Die günstigste Zeit für das Schlafen unter freiem Himmel ist in der Regel vom Frühling bis zum Frühherbst, wenn die Nachttemperaturen angenehm bleiben.
Der Sommer ist oft die ideale Jahreszeit, denn:
- die Nächte milder sind
- das Wetter stabiler ist
- die Regenwahrscheinlichkeit oft geringer ist.
In den Bergen oder in Höhenlagen können die Temperaturen jedoch auch im Sommer nachts schnell sinken. Im August ist in den Bergen die Gewittergefahr in der Regel höher.
Schlafen unter freiem Himmel: Welche Risiken gibt es?
Das Schlafen unter freiem Himmel setzt einem den Elementen stärker aus als ein Biwak im Zelt. Die Hauptrisiken sind:
- nächtliche Feuchtigkeit und Tau
- Wind, der das Kälteempfinden verstärken kann
- der Temperaturabfall während der Nacht
- Insekten (und Tiere), je nach Region und Jahreszeit.
Diese Risiken sollten vor dem Aufbruch durch einen Blick auf die Wettervorhersage eingeschätzt und durch die Wahl eines geeigneten Standorts sowie die Verwendung geeigneter Ausrüstung (ausreichend warmer Schlafsack, Isomatte, Schlafsacküberzug oder leichtes Tarp, Rettungsdecke) minimiert werden.