Historisch und kulturell eine Besonderheit:
Spanisch, seit der König von Aragón im 12. Jahrhundert seine Zugehörigkeit zum Königreich beanspruchte, blieb das Val d’Aran lange weitgehend von Spanien isoliert und mit Frankreich verbunden. Über den einzigen Pass nach Katalonien führt erst seit 1924 eine Straße, und der einzige Tunnel, durch den man nach Süden gelangt, wurde 1949 eröffnet. Das Val d’Aran besaß zudem schon lange eine gewisse politische Autonomie. Es gehörte zum Königreich Spanien, war kirchlich aber einst dem französischen Bistum Saint-Bertrand-de-Comminges unterstellt.
Diese politische Selbstständigkeit wurde seit den 1990er-Jahren bekräftigt. Das Val d’Aran gehört zu Katalonien, doch seine 10.000 Einwohner gehören auch zu einer Region „Val d’Aran“ mit einem Regionalrat, der über bedeutende Befugnisse verfügt.
Es gibt 3 Amtssprachen: Aranesisch (eine Variante des Okzitanischen), Spanisch und Katalanisch.